Die Fortbildung Schulpastoral – ein Puzzle aus vielen, vielen Einzelteilen

15 neue Schulseelsorgerinnen und Schulseelsorger werden sich zukünftig um die Anliegen von Schülerinnen und Schülern, Kolleginnen und Kollegen und Eltern an staatlichen und kirchlichen Schulen im Erzbistum Paderborn kümmern. Nach einer fast zweijährigen Ausbildung in 6 Modulen erhielten die engagierten Frauen und Männer aus den Händen des Leiters des Bereichs Schule und Hochschule Dompropst Joachim Göbel ihre Zertifikate.

 

Dabei wurde deutlich, dass nicht nur jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer seine Persönlichkeit, seine Erfahrung und seine alltäglichen Situationen als Puzzleteil in jeden Ausbildungsblock hineinbrachte, auch die Themen bauten sich wie ein zusammengehörendes Puzzle rund um den Kurs. Ging es zunächst um ein vertieftes Kennenlernen der Personen und schulpastoralen Situationen aller Teilnehmenden, wurden anschließend Themen wie Liturgie, Beratung und Begleitung, Krisen im Schulalltag und die konkrete Umsetzung eines schulpastoralen Konzeptes intensiv bearbeitet. Leider war der Kurs auch von der Corona-Pandemie betroffen und ein Modul musste ins „Homeoffice“ verlegt werden.

 

Aber auch das wurde von den engagierten Praktikern gemeistert und so gab es beim letzten Modul der Fortbildung 15 interessante Konzeptvorstellungen, die ein spannendes Bild der je eigenen Schulwirklichkeit zeigten und ausgezeichnete Transfermöglichkeiten für die eigene Praxis beinhalteten. Darüber hinaus waren alle Teilnehmenden mit Morgenimpulsen, der Abendgestaltung und liturgischen Akzenten beteiligt und starten nun hoffnungsvoll, motiviert und „zertifiziert“  in ihre schulpastorale Tätigkeit.

 

Geleitet wurde der Kurs von Annette Kochanek, Schulseelsorgerin und Schulsozialarbeiterin an den Ursulinenschulen in Werl und von Adelheid Büker-Oel, Leiterin der Abteilung Schulpastoral.

 

Die nächste Fortbildung Schulpastoral – ebenfalls in sechs Modulen von September 2021 bis  Februar 2023 – startet am 9. September 2021. Interessierte können sich bereits jetzt schon melden bei Adelheid Büker-Oel, 05251/1251487 oder adelbeid.bueker-oel@erzbistum-paderborn.de

 


Blende auf für neue Perspektiven! Eine Bild-reiche Nachlese zum Foto-Workshop für Lehrerinnen und Lehrer

Vor einigen Tagen konnte sie tatsächlich durchgeführt werden: die erste analoge Fortbildungsveranstaltung für Lehrende in Corona-Zeiten, die im Veranstaltungsrepertoire der Abteilung Schulpastoral für den September 2020 geplant war.

 

10 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren auf die Veranstaltung „Blende auf für neue Perspektiven. Mit der Kamera die Welt neu entdecken“ aufmerksam geworden und machten sich für ein Wochenende auf den Weg zur HEGGE, einem christlichen Bildungshaus in Willebadessen, das vor allem durch seine gastfreundliche Hausgemeinschaft und den wunderschönen Landschaftspark einen besonderen Charme besitzt.

 

Ein idealer Ort für einen Workshop, in dem die Kunst des Fotografierens thematisch im Mittelpunkt stehen sollte. Als Leiterin der Veranstaltung konnte ich dafür die beiden Berufsfotografen Ansgar Hoffmann und Klaus-Peter Semler als Referenten gewinnen, die die Interessierten in die komplexe Technik des ‚Zeichnens mit Licht‘ schrittweise einführten.

 

Wie verändern sich Fotos durch die Einstellungen der Blende, der Belichtungszeit oder der Lichtempfindlichkeit der Kamera? Welche Mittel kann ich für die Gestaltung eines Fotos einsetzen? Kombiniert mit informativen Kurzvorträgen bekamen die 6 Männer und 4 Frauen in vielen praktischen Erprobungsphasen phantasievolle Arrangements und Aufgaben von beiden Referenten gestellt, die sie mit ihren Kameras einfangen und umsetzen konnten. So entstanden tolle Fotos zur „blauen Stunde“, wunderbare Nachtaufnahmen mit Lichtmalerei, außergewöhnliche Bewegungs- und Gegenlichtaufnahmen. Wer hätte gedacht, wie interessant ein Spaziergang durch den Landschaftspark sein kann mit der einfachen Aufgabe Kontraste einzufangen oder die Umgebung aus der Frosch- und Vogelperspektive aufzunehmen?

 

Diese Erfahrungen mit der Kamera ließen die Kursteilnehmer*innen tatsächlich neue Perspektiven auf ihre Umwelt werfen und entdecken. Hier konnte gut reflektierend mit einem informativen Impuls angeknüpft werden: Wir sind als Menschen dem Leben mit all seinen Anforderungen gar nicht so passiv ausgeliefert, wie wir das oft empfinden, sondern können maßgeblich unser Leben gestalten: Unsere Perspektive, unser Blick und unsere Deutung unserer Umwelt und unseres Lebens beeinflusst maßgeblich unsere Wahrnehmung und unser Lebensgefühl. Hier achtsam zu werden, ganz im Augenblick zu sein, bewusst das Unscheinbare, Alltägliche neu zu betrachten, kann zu überraschenden Entdeckungen, zum Stauen über die wunderbare Vielfalt unserer Welt und zur Dankbarkeit über unser Leben führen.

 

Die Kunst des Fotografierens kann - so das Fazit einer Teilnehmerin – ein gutes Instrument sein, sich unserer Gestaltungs- und Deutungsmöglichkeiten im Leben bewusst zu werden und – christlich interpretiert – über Gottes Schöpfung zu staunen. „Es war toll, einfach auch mal so viel Zeit zu haben, sich dem Fotografieren zu widmen und so viele Überraschendes hier zu entdecken. Den Alltag einfach mal hinter sich zu lassen.“

 

Dem ist nicht mehr hinzuzufügen – außer dieser ausgewählten Fotogalerie, die ich mit dem ausdrücklichen Einverständnis aller Fotografen zusammenstellen durfte.[1]


[1] Foto: Verhüllter Christus @ W. Enste

 

Vielleicht machen Sie diese besonderen Fotos neugierig die HEGGE zu besuchen oder selbst einmal wieder zur Kamera zu greifen und die Blende für neue Perspektiven zu öffnen.

 

Heike Bee-Schroedter