(Brett-)Spiele – und die Zeit vergeht wie im Flug

Peter L. Berger gibt folgende Gedanken zum Thema „Spiel“ und „Spielen“ wieder:

 

Das Spiel und das Spielen gehören zu jeder Kultur dazu, es ist ein menschliches Bedürfnis seit jeher, zu spielen. Dabei ist es nicht wichtig, wie alt man ist - Spiele gehören zum Leben dazu. Ob es die einfache Runde „Maumau“ ist oder das lange, komplexe Brettspiel über Stunden: Spielen setzt für einen Moment die ernsten Regeln der Welt außer Kraft, die Zeitstruktur ändert sich und man denkt in Runden statt in Stunden. Man könnte es sogar eine „Enklave der ernsten Gesellschaft“ nennen, also eine kleine „Insel“ außerhalb der Sorgen, die uns gerade beschäftigen. Schlichtes und einfaches Ziel des Spieles ist es, Spaß zu haben und miteinander Zeit zu verbringen. Manchmal fühlt es sich schon nach einer kleinen Ewigkeit an, wenn man nicht genug von Runde zu Runde bekommt. Die Zeit scheint anders zu laufen, man entfernt sich von der Alltagsstruktur, vergisst die Welt für einen Moment um sich herum, alle Sorgen und Nöte, die uns leider gerade sehr beschäftigen, Angst machen und Einschränkungen bedeuten.

 

Besonders gut ist ein Spiel dann, wenn es für diese Zeit Befreiung und Frieden vermittelt und vielleicht sogar die Wiederkehr zur Kindheit ermöglicht. Große und kleine Kinder vergessen nicht umsonst die Zeit, wenn das Spielen besonders viel Freude bereitet. Die Zeit vergeht dann wie im Flug! Es gibt sogar Transzendenz-Zeichen im Spiel, weil es über sich hinaus weisen kann und auch über die Natur des Menschen hinaus, gerade durch seine spezielle Zeitstruktur. Schon seit der Jungsteinzeit spielt der Mensch, Funde beweisen das. Über Jahrtausende hinweg wird in jeder Bevölkerungsschicht gespielt, in jedem Alter, egal ob Mann oder Frau, Junge oder Mädchen. Auch im alten Palästina gehörten vor allem Würfelspiele zum Alltag, zu römischen Zeiten wurde sogar schon Mühle gespielt und das asiatische Spiel „Go“ hat eine Jahrhunderte andauernde Tradition.

 

Entdecken also auch Sie und ihre Familie die schönen Seiten des (analogen) Spielens, des Alles-um-sich-Vergessens, die kurze Auszeit von Sorgen und Ängsten. Ich habe eine Empfehlungsliste zusammengestellt von eigens erprobten und sehr gerne gespielten Brettspielen, die die Zeit im Nu vergehen lassen!

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Empfehlungen Brettspiele
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Hier finden Sie Spiele gegen Langeweile in der Familie oder mit dem Partner/der Partnerin. Die Spiele kann man trotz der Krise schnell und einfach bestellen, am Besten beim Buchhandel vor Ort oder im Spieleladen der Region, die auch versenden oder in unmittelbarer Nähe zu Paderborn ihren Standort haben, beispielweise gibt es in Bielefeld, Gütersloh und Horn-Bad Meinberg tolle Geschäfte und Händler, die auch jetzt über die sozialen Netzwerke oder Telefon Bestellungen abarbeiten. Unterstützen Sie gerade jetzt den Einzelhandel vor Ort bzw. in der Nähe!

 

Die meisten Anleitungen finden sich mittlerweile auch auf den üblichen Videoplattformen im Internet, also haben sie keine Scheu vor den komplexeren Spielen. Wenn dennoch Fragen aufkommen sollten, beantworte ich sie so gut ich kann.

 

Sarah Münsterteicher (Schulpastoral in der Grundschule)

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Verlosung: Gestalte dein Ostern kreativ!

  • Gewinne eines der Spiele auf der Liste. Lass dich überraschen!
  • Alle großen und kleinen Kinder bis 18 Jahren dürfen uns ihre schönsten Bilder, Collagen oder Gebasteltes per Post oder auch als Foto per E-Mail zusenden.
  • Sie können mehrere Einsendungen machen, wir freuen uns über jedes Kunstwerk, aber jeder Name kommt nur ein Mal in den Lostopf.
  • Die Teilnahme ist bis Mittwoch, den 08.04.2020 (Poststempel oder Eingangszeit der E-Mail ist entscheidend) möglich. Bitte geben Sie dabei den vollständigen Namen des Kindes an und eine E-Mailadresse oder Telefonnummer, unter der wir Sie erreichen können, falls sie gewonnen haben. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben.
  • Die Verlosung und der Versand an den Gewinner/die Gewinnerin erfolgen in der Woche nach Ostern.
  • Schicken Sie das Bild postalisch an

Sarah Münsterteicher

Abteilung Schulpastoral

Domplatz 15

33098 Paderborn

…oder

per Mail an: Sarah.muensterteicher@erzbistum-paderborn.de

 

Wir freuen uns auf zahlreiche Kunstwerke!

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Stärkung gegen die Langeweile

Seit einiger Zeit beherrscht der Coronavirus unseren Alltag. Seit Montag sind nun alle Schulen zu und vielleicht hat sie uns mittlerweile auch schon erwischt….die Langeweile! Was können wir in dieser schulfreien Zeit Sinnvolles tun? In den Medien finden wir dazu schon ganz viele wertvolle Tipps. So bin ich vor ein paar Tagen auf eine Liste im Internet gestoßen, die 101 kreative Ideen für die schulfreie Zeit vorschlägt. Vielleicht ist auch etwas für Sie und Ihre Kinder dabei:

Gerne möchte ich Ihnen aber noch eine 102. Idee mit auf den Weg geben. Das schöne Wetter zurzeit lädt ja gerade dazu ein, in die Natur oder in den eigenen Garten zu gehen. Dort können wir auf vielfältige Art und Weise kreativ sein und die Schöpfung Gottes erleben. Im eigenen Garten können wir nämlich ganz konkret erleben, wie aus etwas Kleinem etwas ganz Großes werden kann. Wenn Ihre Kinder also einmal Langeweile haben sollten, können Sie ihnen z.B. folgende kleine Aufgabe mit auf den Weg geben:

  • In eine Glasschale gebt ihr 14 Tage bis drei Wochen vorher humushaltige Erde. Zwischen den Glasinnenrand und der Erde legt ihr in etwa 2 cm Tiefe Weizenkörner (oder auch Kresse). Die Schale stellt ihr dann an einen warmen und hellen Ort in eurem Zimmer. Haltet sie immer etwas feucht. Ihr könnt nun langsam das Ausbreiten der Körner beobachten. Nach ein paar Tagen könnt ihr Keimling und deutliche Wurzelaustriebe beobachten.
  • Betrachtet nun das Weizenkorn einmal mit eurer ganzen Aufmerksamkeit. Eigentlich sieht es schon etwas mitgenommen aus oder? Es hat alle innewohnende Kraft aufgewendet, dass eine neue Frucht entstehen kann. In der Bibel findet ihr eine Stelle, in der geschrieben steht: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein, wenn es aber stirbt, bringt es viele Frucht (vgl. Johannes 12,24). Der Same ist somit ein Symbol der Zukunft und der Hoffnung. Ebenso aber auch ein Hinweis auf den Tod und die Auferstehung.
  • Betrachtet nun die Keimwurzeln. Mit einem Vergrößerungsglas könnt ihr die sogenannten Wurzelhaare sehen, die die Wasser- und Nährstoffaufnahme übernehmen, wenn das Samenkorn schon abzusterben beginnt. In der Bibel findet ihr eine Stelle, in der geschrieben steht: Du hast sie eingepflanzt, und sie schlagen Wurzel, sie wachsen heran und bringen auch Frucht (vgl. Jeremia 12,2).
  • Betrachtet nun den Keimling. Noch ganz zart ist dieser junge Keimling. Doch er wird wachsen und Zwischenknotenstücke entwickeln und sein Halm legt sich eine Verstärkungsleiste an. Er wird groß und stark werden; Wind und Sturm können ihn nicht so leicht umlegen. Wenn er erstarkt ist und der Sommer kommt, wird er die Ähre hervorbringen und diese tragen. Auch dazu findet ihr in der Bibel eine passende Stelle: Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht, teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach (vgl. Matthäus 13,8).
  • Stellt euch nun einmal die Frage: Wo in eurem Leben könnt ihr Frucht bringen?

Gott hat jedem von uns Fähigkeiten und Stärken geschenkt, auf die wir bauen, die wir einsetzen und mit denen wir Gutes in dieser Welt tun können, gerade in dieser unruhigen Zeit. Vielleicht begleitet uns beim nächsten Spaziergang in der Natur die Frage: Wie kann ich in dieser ungewissen Zeit meine Fähigkeiten und Stärken sinnvoll einsetzen, für mich selbst, für meine Umgebung, für meine Familie und für diese Welt? Wo in meinem Leben kann ich ganz konkret Frucht bringen, vielleicht noch heute?

 

Zum Nachdenken über diese Frage eignet sich übrigens auch ganz hervorragend der folgende Tipp, den ich ebenfalls im Internet gefunden habe und der mich schmunzeln lies:

 

https://pfefferminzgruen.de/2019/09/maerchenhaftes-basteln-mit-tannenzapfen/

 

Kommen Sie gut durch die nächsten Wochen!

 

Hans-Bodo Markus (Schülerpastoral)


Gebet in der Coronakrise

Herr, wir bringen Dir alle Erkrankten und bitten um Trost und Heilung.
Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.
Bitte tröste jene, die jetzt trauern.
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie.
Den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter Besonnenheit.
Wir beten für alle, die in Panik sind. Alle, die von Angst überwältigt sind.
Um Frieden inmitten des Sturms, um klare Sicht.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne sein müssen, sich einsam fühlen, niemanden umarmen können. Berühre Du Herzen mit Deiner Sanftheit.
Und ja, wir beten, dass diese Epidemie abschwillt, dass die Zahlen zurückgehen, dass Normalität wieder einkehren kann.

Mach uns dankbar für jeden Tag in Gesundheit.
Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist.
Dass wir irgendwann sterben werden und nicht alles kontrollieren können.
Dass Du allein ewig bist.
Dass im Leben so vieles unwichtig ist, was oft so laut daherkommt.
Mach uns dankbar für so vieles, was wir ohne Krisenzeiten so schnell übersehen.
Wir vertrauen Dir.